Fremder Hund und Kind ab 4 Jahre

Kinder ab 4 Jahren werden jetzt immer öfters ohne Begleitung eines Erwachsenen allein oder mit Freunden unterwegs sein. In den Kindergarten, in die Schule, zum Spielplatz, zum Bäcker an der Ecke.... Das Kind wird Hunden begegnen, freilaufenden, vor einem Geschäft angebundenen oder an der Leine spazieren geführten Vierbeinern. Hunde unterschiedlichster Größen, Rassen und Charakteren.

Grundlegende Verhaltensregeln sind sehr wichtig und die können schon Kinder ab 4 Jahren verstehen.

 

So mache ich es richtig, wenn ich den Hund nicht kenne: 

  • Fremden Hunden gegenüber solltest du genauso vorsichtig sein, wie fremden erwachsenen Menschen gegenüber.
  • Auch wenn der fremde Hund so aussieht, wie dein eigener Hund zuhause oder ein Hund, den du gut kennst, er muss nicht genauso so lieb sein. Es kann sein, dass er gar keine Kinder mag, weil er einmal schlechte Erfahrungen gemacht hat oder den Umgang mit Kindern nie gelernt hat....   

     Sei deshalb immer vorsichtig bei einem Hund, den du nicht kennst !            

  • Gehe ruhig ohne zu rennen an dem Hund vorbei. Bist du mit Roller, Fahrrad, Rollschuhen oder Skateboard unterwegs, steige ab oder bleib stehen. Manche Hunde erschrecken bei diesen Rollschuh- oder Skateboardgeräuschen, springen dagegen, bellen. Auch wenn sich etwas schnell bewegt, wie zum Beispiel ein Roller, versuchen Hunde oft dem nachzuhetzen und dich mit ihren Zähnen festzuhalten.
  • Wenn ein freilaufender Hund auf dich zukommt renne nicht weg, sondern bleibe ruhig stehen und lasse die Arme hängen und schaue an ihm vorbei, also nicht in seine Augen, denn das könnte er als Bedrohung auffassen, da er dich ja nicht kennt. Was sich nicht bewegt, ist meistens für Hunde uninteressant. Sie schnüffeln nur kurz an dir, an deinen Händen und laufen dann weiter.
  • Hast du ein Brot in der Hand und der Hund versucht es dir wegzunehmen, wirf es einfach auf den Boden und bleibe stehen, bis der Hund es gefressen hat und geht.
  • Hunde versuchen manchmal an Menschen hochzuspringen oder hochzustehen, um sie zu begrüßen. Wende dich ab, indem du ihm den Rücken zudrehst und die Arme verschränkst.
  • Wirft ein Hund dich sogar um, mach dich auf dem Boden ganz klein wie ein "Päckchen" (hinknien, Gesicht auf die Knie drücken und die Arme im Nacken verschränken). Verhalte dich ruhig und schreie nicht. So bist du für den Hund am wenigsten interessant.
  • Frage immer erst den Hundebesitzer, ob du den Hund streicheln darfst. Erlaubt er es dir, rede den Hund freundlich an, warte bis er Kontakt zu dir sucht und streichle ihn dann sanft ohne ihn fest zuhalten.
  • Nimm einem Hund nie ein Spielzeug oder Futter weg.
  • Sitzt ein angeleinter Hund vor dem Geschäft, lasse ihn in Ruhe.
  • Tu einem Hund nicht weh, du möchtest auch nicht, dass man dir weh tut.
  • Bedrohe einen Hund nicht durch anschreien, auf ihn zustürzen, die Arme abrupt hochreißen, in die Augen starren...
  • Ist ein Hund hinter einem Zaun, lasse ihn ebenfalls in Ruhe. Hunde haben ein gutes Gedächtnis. Und wenn du ihn ärgerst, merkt er sich das und das nächste mal begegnet er dir vielleicht draußen.
  • Hattest du Angst vor einem Hund, hat er dich bedroht, dir etwas weggenommen, dich gezwickt oder sogar gebissen ...erzähle es unbedingt deinen Eltern oder einem dir bekannten Erwachsenen. Sie werden dir helfen.